Do

14

Jul

2016

Elektrisch mobil: Verkehrswende ist möglich

In Zukunft Elektromobil -  Foto: Lorenz
In Zukunft Elektromobil - Foto: Lorenz

Was kann in den Kommunen unternommen werden, um die kaum mehr aufzuhaltende Elektrifizierung des Straßenverkehrs zu fördern? Und welche Hindernisse "blockieren" die schnellere Verbreitung der Elektroautos? Die Energiebeauftragten des Landkreises waren daher zu einem Vortrag nach Schwanstetten eingeladen. Wie ernst die Kommune Schwanstetten das Thema nimmt, zeigte sich u. a. daran, dass sowohl der 1. Bürgermeister Robert Pfann als auch der 2. Bürgermeister Wolfgang Scharpff teilnahm - mit Gemeinde eigenem Elektroauto vor dem Haus.

vlnr: vorm Rathaus:  Tesla "S" - Mitsubishi "EV" - Renault "Zoe"
vlnr: vorm Rathaus: Tesla "S" - Mitsubishi "EV" - Renault "Zoe"

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Werner Emmer stellte Wolfgang Scharpff , der auch als Energiebeauftragter in der Kommune die Energiewende mächtig vorantreibt, die Bedeutung der "Verkehrswende" sowie die heute verfügbaren Fahrzeugmodelle dar.

Wolfgang Rank (Leiter des Arbeitskreises Elektromobilität) ging dann auf die notwendige Infrastruktur und Ladetechnik ein, die unabdingbar für eine zügige Verbreitung der Elektroautos sind. Hier kommt es vor allem darauf an, dass allgemein gültige Standards sich durchsetzen und auch eine schnelle Ladung "unterwegs" möglich ist. Der Zugang zu den Ladepunkten sollte einfach und OHNE vorherige Anmeldung bei einem Betreiber der Station möglich sein.

 

In der anschließenden Diskussion wies Energiebündler Hermann Lorenz darauf hin, dass man bereits frühzeitig die Ladeinfrastruktur in (Straßen-)Baumaßnahmen einbeziehen sollte. Dabei werden bereits heute Lademöglichkeiten an Straßenlaternen sowie induktive Ladetechniken für den öffentlichen Nahverkehr/Busse angeboten. Interessant war auch der Hinweis und die Erfahrung des Elektrofahrers Rank, dass auch Kaufströme durch die Ladetechnik gelenkt werden. Bietet ein Supermarkt oder Einkaufszentrúm  eine gute und schnelle Ladetechnik an, dann kauft man auch vermehrt dort ein.

 

Am Ende der Veranstaltung waren sich die "Energiebündler" alle einig. Die Elektrifizierung des Autoverkehrs wird kommen. Vielleicht ähnlich schnell, wie sich das "e-Bike" etabliert hat? Der Strom dafür wird CO2-frei aus Sonne und Wind stammen. Und die (u. U. selbstfahrenden) E-Autos werden dann eine wichtige Rolle als Speicher beim "Smart Grid" der Zukunft spielen.

Um also hier nicht den Anschluss zu verlieren, gilt es JETZT klug in den Kommunen zu handeln.